„Farblandschaften“ und „Welten“ | Letzte Staffel von „Alte Apotheke – Neue Kunst“ eröffnet  
 
Alte Apotheke - Neue Kunst | Franziska Jäger | Über die Liebe (c) Gabriele Janz/LVOMit leichter Wehmut eröffnete der Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO) am Freitag, den 24. Mai 2019, die letzte Staffel der Kunstausstellung „Alte Apotheke – Neue Kunst" im Raum Sophie von der Pfalz im Residenzflügel von Schoss Iburg.

Monochrome Arbeiten von Sybille Hermanns

Über 60 Gäste waren zur Vernissage gekommen, um die Doppelausstellung mit Werken der Osnabrücker Künstlerin Sybille Hermanns und zehn Studierenden aus dem Fach Kunst der Universität Osnabrück zu erleben. Hermanns zeigt ihre großformatigen Acrylbilder in den unteren Räumen der Hofapotheke, der bisherigen LVO-Geschäftsstelle. „In einen bislang unbekannten Farbrausch" begäbe sich ihr Team jeden Morgen, seit Sybille Hermanns ihre Ausstellung aufgebaut hat, fasste LVO-Geschäftsführerin Dr. Susanne Tauss ihren Eindruck von den intensiven Leucht-Landschaften der Künstlerin zusammen.Tout en Rouge (c) Sybille Hermanns, VG BildKunst
Sybille Hermanns, Tout en Rouge, Öl auf Leinwand, 80 x 80 cm

Foto: Sybille Hermanns, VG BildKunst

"Welten"

Die zehn Student*innen stellten ihre „Welten" mittels Acrylmalerei, Mischtechnik, Serigrafie und Tuschzeichnung dar. Kuratiert von Professorin Sigrun Jakubaschke-Ehlers, waren Werke von Karina Bedenbecker, Lena Brüner, Giang Dang, Pia Dittmann, Lena Engelhorn, Franziska Jäger, Anna Oeldig, Jan Schäffer, Janina Wenke und Laureen Wittköpper in der Alten Hofapotheke, im Galerieflur und im Raum Sophie von der Pfalz (Residenzflügel der Iburg) zu sehen sein.


Laureen Wittköpper z. B. zeichnet nach den „Formen der Natur" des Zoologen Ernst Haeckel Strahlentierchen, Quallen und Nesseltiere. Sie verbindet dies mit Fotos von fließenden Wasserstrukturen, die sie einscannt und bearbeitet. Sie möchte Reales und Fiktives als den „Wandel aller Dinge" verbinden. Lena Brüner gibt mit Farbkontrasten und einem sich überlagernden Duktus Stimmungen wieder, die an Natur und Landschaften erinnern, indem sie die räumliche Wirkung von Farben gezielt einsetzt. Mit der Macht der Farben möchte sie Stimmungen evozieren.

Alte Apotheke - Neue Kunst 2019 | Lena Brüner | Tryptichon I (c) Gabriele Janz/LVO
Lena Brüner weckt mit ihren großformatigen Acrylarbeiten auf Leinwand Assoziationen zu Landschaften und setzt dabei vor allem auf die Farbwirkung.
Foto: Gabriele Janz/LVO

Informationen

Mit dem Auszug des LVO aus der Iburg endete das Ausstellungsformat "Alte Apotheke - Neue Kunst". Im Leisen Speicher im Osnabrücker Hafen - seinem neuen Domizil - plante der LVO die Weiterführung unter anderem Namen, aber auch in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst der Universität Osnabrück, namentlich mit Frau Professorin Sigrun Jakubschke-Ehlers.

Interimsweise wurden in den neuen Büroräumen jedoch zunächst Werke von renommierten regionalen Künstler*innen gehängt, die bereits einmal an dem Format "Alte Apotheke - Neue Kunst" beteiligt gewesen, ergänzt durch Arbeiten aus Osnabrücker Sammlungen: Rudolf Englert, Hiltrud Schäfer, Christoph Peter Seidel u. a.

Der Neukonzeption des bisherigen Formats verhinderte bisher die Corona-Pandemie. Sobald als möglich werden jedoch künstlerische Arbeiten von Studierenden in der Geschäftsstelle des LVO gezeigt werden.

Alte Apotheke - Neue Kunst 2019 | Eröffnung (c) Gabriele Janz/LVO
Zum letzten Mal begrüßte LVO-Geschäftsführerin Dr. Susanne Tauss Studierende zur Ausstellung "Alte Apotheke - Neue Kunst" auf der Iburg.
Foto: Gabriele Janz/LVO