Alte Apotheke – Neue Kunst | Eröffnung der zehnten Staffel  
 

Alte Apotheke – Neue Kunst

In der Alten Hofapotheke im Iburger Schloss, der Geschäftsstelle des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land (LVO) findet jedes Jahr eine neue Staffel des Ausstellungsformats „Alte Apotheke – Neue Kunst" statt. Kunststudierende der Universität Osnabrück zeigen ihre Bildexperimente – flankiert von Arbeiten renommierter Künstler/innen.

Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 |Möllerei (c) LVOZu Beginn der Eröffnung begrüßte Stefan Franke, stellvertretender Leiter des Staatlichen Baumanagements, KünstlerInnen und BesucherInnen der Ausstellung. Seine Behörde sei froh, ein so gutes Verhältnis zum LVO zu haben, das durch Kooperationen wie bei „Alte Apotheke – Neue Kunst" noch gefestigt würden. Wer habe schon das große Glück, täglich auf dem Weg zum Büro durch eine Kunstausstellung gehen zu dürfen, fasste Franke die Bedeutung der Schau für die MitarbeiterInnen des Baumanagements zusammen.

Begrüßung

Zu Beginn der Eröffnung begrüßte Stefan Franke, stellvertretender Leiter des Staatlichen Baumanagements, KünstlerInnen und BesucherInnen der Ausstellung. Seine Behörde sei froh, ein so gutes Verhältnis zum LVO zu haben, das durch Kooperationen wie bei „Alte Apotheke – Neue Kunst" noch gefestigt würden. Wer habe schon das große Glück, täglich auf dem Weg zum Büro durch eine Kunstausstellung gehen zu dürfen, fasste Franke die Bedeutung der Schau für die MitarbeiterInnen des Baumanagements zusammen.Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 |Eröffnung
Durch die Ausstellungseröffnung führte Dr. Susanne Tauss, Geschäftsführerin des LVO. Dr. Ludwig von Bar begrüßte Künstler/innen und Gäste im Namen des LVO-Vorstands, Stefan Franke überbrachte Grüße aus dem Staatlichen Baumanagemant.
Fotos: LVO

Peter Möller - ein "artista poliedrico"

Peter Möller verdeutlicht mit seinen Installationen die Entwicklung seiner künstlerischen Arbeit von der Beobachtung über die Dokumentation hin zur fantastischen Erfindung. Im Foyer der Hofapotheke widmet er sich u. a. der „Möllerei", einem Bauernhof in Melle, auf dem er seine Kindheit verbrachte. Dr. Julia Draganović, Leiterin der Kunsthalle Osnabrück, bezeichnete Möller in ihren Einführungsworten als „artista poliedrico" – einen Künstler mit vielen Kanten. Sie sei jedes Mal wieder überrascht von den vielfältigen künstlerischen Ausdrucksweisen Möllers. Zudem sei er ein brillanter Erzähler. Im Anschluss an die kleine Einführung führte Peter Möller durch seinen Teil der Ausstellung, den er >1:0< bezeichnet hat. Seine Arbeitsweise z. B. bei der zeichnerischen Rekonstruktion des „kompaszaal" beschreibt er so: „Ich erwandere den Ort, an dem ich mich befinde, positioniere mich zu dem Gegenstand, den ich sehe, und dokumentiere, was ich sehe."Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 |Draganovic | Möller
Julia Draganović, Leiterin der Kunsthalle Osnabrück, ist immer wieder aufs Neue beeindruckt von der Vielfältigkeit im Werk Peter Möllers. Ein Teil von Möllers Ausstellung in der Hofapotheke befasst sich mit der Möllerei, dem Hof, auf dem der Künstler seine Kinderjahre verbracht hat.
Fotos: LVO

Künstlerische Prozesse

Unter dem Titel „Künstlerische Prozesse" präsentieren schließlich zehn Studentinnen und Studenten Installationen, Fotoarbeiten, Lithografien, Radierungen, Siebdrucke, Arbeiten in Mischtechniken und Gummidrucke. Professorin Sigrun Jakubaschke-Ehlers erläuterte bei der Eröffnung die einzelnen Arbeiten von Nora Barsch, Anja Boklage, Svea Buschmann, Wiebke Dembinski, Stefan Diersmann, Julia Flachmeyer genannt Koch, Lukas Gruenke, Lea Kröger, Tale Inger Ulbrich und Helena Ruf. Dabei unterschied sie zwischen den Installationen, die den künstlerischen Prozess beinhalten, sowie den weiteren Arbeiten, die als Malerei oder Druck abgeschlossen wurden, aber den Arbeitsvorgang dennoch sichtbar werden lassen.Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 |Jakubaschke | Gruenke | Ulbrich
Professorin Sigrun Jakubaschke erläuterte die Arbeiten der Studierenden. Lukas Gruenke rückte seine Fotografien aus dem Zyklus "Passenger" in den Fensternischen des Raums Sophie von der Pfalz ins rechte Licht, Tale Inger Ulbrich zeigt dort und im Galerieflur ihre Installation "Ein gestreckter Moment" aus geformter Kartonpappe,
Fotos: LVO
Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 | Ruf | Barsch
Helena Ruf arbeitete mit doppelter Belichtung, um ihre Janusköpfe zu kreieren. Sie verwendete dabei auch Aufnahmen von sich selbst und kombinierte Porträts mit Landschafts- und Naturaufnahmen. Nora Barsch ließ sich bei ihren Lithografien von Georg Büchners Novelle "Lenz" inspirieren. Diese Arbeiten sind in der oberen Etage der Hofapotheke zu sehen. Fotos: LVO
Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 | Boklage | Gummidrucke
Anja Boklage überraschte im Galerieflur mit raumgreifenden Reliefs aus Pappmaché, Draht und Holz: "Lovely, dark and deep". Mit der alten Fototechnik des Gummidrucks beschäftigten sich Stefan Diersmann und Julia Flachmeyer, genannt Koch. Die Ergebnisse ihrer Experimente präsentieren sie im Raum Sophie von der Pfalz. Fotos: LVO
Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 | Buschmann | Dembinski
"move rest", "drift & float": Svea Buschmann nimmt in ihren Siebdrucken im Treppenhaus und im Projektraum der Hofapotheke die Bewegungen des Wassers auf. Wiebke Dembinski schuf zum gleichen Thema Radierungen auf Büttenpapier: "Regen", "Strudel", "Wellen", "Gischt" und "Wasserfall" zeigen im Raum Sophie von der Pfalz die vielfältigen Erscheinungsformen des Wasser. Fotos: LVO
Alte Apotheke - Neue Kunst 2015 | Kröger
"Die Fallenden" hat Lea Kröger ihr Motiv genannt, das sie mit Acryl und Olkreide auf die Leinwand brachte. Ein großformatiges und vier kleinere Bilder sind im Raum Sophie von der Pfalz zu sehen. Fotos: LVO

Informationen | Öffentliche Führungen

Der LVO lädt herzlich zur Ausstellungbesichtigung ein. Die Arbeiten können bis Sommer 2016 montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung besichtigt werden kann. Öffentliche Führungen unter Mitwirkung der Studierenden finden zu folgenden Terminen statt:

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 11 Uhr
Donnerstag, 10. November 2015, 14 Uhr
Freitag, 15. Januar 2016, 10 Uhr
Freitag, 12. Februar 2016, 15 Uhr

Weitere Informationen unter T 05403.72455-0.