Allgemeine Hinweise 
 

Über die Förderrichtlinien hinaus sind die folgenden praktischen Hinweise hilfreich bei der Antragstellung und Durchführung eines Projekts.

Procedere der Antragsberatung und -entscheidung

Alle beim Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. eingehenden Anträge auf regionale Kulturförderung aus Mitteln des Landes Niedersachsen - unter 10.000 Euro - werden zunächst von einem der untenstehenden Arbeitskreise beraten. Anträge ab 10.000 Euro haben per definitionem überregionale Bedeutung und müssen direkt an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gestellt werden, das sie verwaltet und entscheidet.
Die Arbeitskreismitglieder machen sich vor der Sitzung mit den Antragsinhalten vertraut, eventuelle Fragen sollten vor den Sitzungen über die Geschäftsstelle geklärt werden können. Daher empfiehlt sich die Abgabe von Anträgen noch vor den unten genannten Fristen. Nach der Beratung werden die Anträge, mit einer Empfehlung versehen, an den Vorstand zur Entscheidung weitergereicht.
Der Vorstand des Landschaftsverbandes entscheidet über alle Anträge.
Da die Gremien nur zwei Mal pro Jahr tagen, sollten Antragsteller die unten stehenden Fristen bei ihrer Antragstellung berücksichtigen.


Abgabefristen

Für alle Sparten: 15.03.2017

Ihre Anträge müssen in 13facher Ausfertigung spätestens zu den genannten Terminen in der Geschäftsstelle des LVO eingegangen sein, damit wir sie sachgerecht bearbeiten und ggf. noch vor den Arbeitskreissitzungen mit Ihnen Rücksprache nehmen können. Ausnahmen können nicht gemacht werden.
Zu spät eingehende Anträge können erst – wenn überhaupt möglich – in der jeweils folgenden Sitzung beraten und dementsprechend später entschieden werden. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Projektplanung.


Die nächsten Sitzungstermine der Entscheidungsgremientands

 

  • Vorstand: 18.05.2017
  • Mitgliederversammlung: 16.06.2017

 


Ansprechpartnerinnen

Beratung von Antragstellern:

 

  • Dr. Susanne Tauss, Geschäftsführerin,
    T 0 54 03 / 7 24 55-0 oder tauss@lvosl.de
  • Gabriele Janz M. A., Förderprogramm
    T 0 54 03 / 7 24 55-14, janz@lvosl.de

 


Weitere allgemeine Hinweise

Für die Zusammenstellung der unten stehenden allgemeinen Hinweise danken wir Olaf Martin, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Südniedersachsen.


Qualitätsmaßstäbe

Egal, ob Sie sich an eine Stiftung, das Land, eine Kommune oder einen privaten Sponsor wenden möchten: Bei der Kontaktaufnahme und schriftlichen Antragstellung sollten Sie etwa die gleichen Maßstäbe wie an eine Stellenbewerbung anlegen.


Zielsetzung

Wissen Sie, was Sie wollen? Was ist die Aussage, das Ziel oder Konzept, die „Philosophie“ Ihres Projekts? Für wen machen Sie es? Warum fehlt dem Förderer gerade Ihr Projekt?


Zeitpunkt der Kontaktaufnahme

Prüfen Sie, ob es der richtige Zeitpunkt ist, den Kontakt zu einem bestimmten Förderer zu suchen: Wenn Sie ein umfangreiches Sponsoring mit Privatunternehmen planen, sollten Sie schon während der Konzeptionsphase den Kontakt suchen; bei den typischen Kulturförderinstitutionen sollte die Vorbereitung so weit konkretisiert sein, dass Sie eine realistische Ausgaben- und Einnahmenplanung vorlegen können. Wenn Sie bereits mit dem Projekt begonnen haben (Aufträge vergeben, Ausgaben getätigt), ist es in der Regel für Förderanträge zu spät.


Erwartungen des Förderers

Falls Sie den Förderer und sein Verfahren nicht schon kennen, sollten Sie zuerst telefonisch Kontakt aufnehmen. Begnügen Sie sich nicht damit, Unterlagen anzufordern und Antragsfristen zu erfragen. Versuchen Sie vielmehr, in Erfahrung zu bringen, wo die Erwartungen und Schwerpunkte des Förderers liegen und welche Erfolgsaussichten ein Antrag hätte.


Informationsgehalt des Antrags

Für den schriftlichen Antrag gilt allgemein: knapp, klar, vollständig – keine „Antragslyrik“! Die Unterlagen sollten in jedem Fall folgende Informationen beinhalten:

 

  • Bezeichnung, kurze Beschreibung und Begründung des Projekts
  • Termin und Dauer
  • Selbstdarstellung des Projektträgers, sofern dem Förderer nicht bereits bekannt
  • Ausgaben- und Einnahmenplanung
  • Art und Höhe der gewünschten Unterstützung

 


Äußere Form des Antrags

Fassen Sie diese Angaben in einem einseitigen Anschreiben zusammen; die ausführlichen Informationen legen Sie als Anlage bei. Wenn der Förderer spezielle Antragsformulare oder Förderrichtlinien hat, dann berücksichtigen Sie diese auch. Und das Ganze selbstverständlich in sauberer Form und ohne peinliche Fehler.


Nennung weiterer Förderer

Geben Sie an, wo Sie ebenfalls Förderanträge gestellt haben und für welche Zuschüsse bereits Zusagen vorliegen. Es ist sehr ungünstig, wenn Förderer erst durch ihre Kontakte, die sie untereinander häufig pflegen, von parallelen Anträgen erfahren.


Weiterer Kontakt zum Förderer

Gehen Sie davon aus, dass der Förderer Ihnen in den meisten Fällen helfen will, auch wenn er nicht kann. Lassen Sie sich bei der Antragstellung und Projektdurchführung von ihm beraten, sofern er diese Bereitschaft erkennen lässt. Für den Zeitraum zwischen Antragsabgabe und Förderentscheidung sehen Sie jedoch lieber von Nachfragen ab. Lediglich auf einer telefonischen oder schriftlichen Eingangsbestätigung sollten Sie bestehen.


Einbindung des Förderers

Vermitteln Sie dem Förderer nach einer positiven Entscheidung das Gefühl, dass dies nun auch „sein“ Projekt ist: Teilen Sie wichtige Änderungen umgehend mit, geben Sie bei längeren Laufzeiten kurze Zwischenmitteilungen zum Stand der Dinge; senden Sie dem Förderer Plakat, Programmheft und Ähnliches bereits beim Erscheinen zu, nicht erst mit dem Verwendungsnachweis.
Bieten Sie dem Förderer die Möglichkeit zur Selbstdarstellung (Grußwort, Auslage von Informationsmaterial u. ä.) und Freikarten an. Von Förderinstitutionen und der öffentlichen Hand wird das zwar meist weder erwartet noch wahrgenommen, aber es ist in jedem Fall eine freundliche Geste.


Pressearbeit

Weisen Sie in allen Begleitmaterialien und insbesondere vor der Presse auf den Förderer hin. Öffentlichkeit wie Politik sollen erkennen, dass ohne das Wirken solcher Institutionen die Kultur sehr viel schlechter dastünde und wie wichtig z. B. eine spendenfreundliche Rechtslage ist.


Verwendungsnachweis

Ein zügig eingereichter Verwendungsnachweis vermittelt dem Förderer den Eindruck einer guten Organisation und dass Ihnen auch nach Gelderhalt an einer reibungslosen Zusammenarbeit liegt.
Es lohnt nicht, Überschüsse in der Abrechnung zu „verstecken“ oder wegzuinterpretieren. Weisen Sie von sich aus darauf hin und bieten Sie eine (Teil-)Rückzahlung der Förderung an. Das spart Ihnen Verzugszinsen und bringt Pluspunkte für eine künftige Zusammenarbeit.